Die Förderung meiner PV-Anlage endet - was nun?

Für alle, die schon seit dem Jahre 2000 grün gedacht und umweltfreundlichen Strom produziert haben, läuft zum Jahresende die Förderung Ihrer PV-Anlage aus. Doch was bedeutet das für Sie? Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Optionen, welche wir im Folgenden erläutern.

Wichtig: In jedem Fall müssen Sie als Anlagenbetreiber eine Entscheidung treffen und handeln! Sprechen Sie uns gerne an.

FAQ zum Förderungsende von EEG-Anlagen

 

Nach dem EEG 2000 wurde die Einspeisung von PV-Anlagen entsprechend vergütet. Dieser Vergütungsanspruch entfällt zum 1.1.2021. Ein Entwurf für ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) wurde auf dem Weg gebracht. Darin wurde unter anderem beschrieben, dass der Strom aus Post-EEG Anlagen bis voraussichtlich Ende 2027 weiterhin über den Netzbetreiber (Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH) vermarktet werden kann. Sie als Anlagenbetreiber sollen dann einen Jahresmarktwert abzüglich der Vermarktungskosten erhalten, deren Höhe und Ermittlung aktuell aber noch nicht feststeht.

Wenn Sie weiterhin Ihren kompletten grünen Strom in das öffentliche Netz einspeisen, erhalten Sie, wenn das EEG 2021 zum 01.01.021 Rechtswirkung entfaltet, eine Auffangvergütung vom Netzbetreiber.    

Sie haben folgende Möglichkeiten:

  1. Die PV-Anlage wird außer Betrieb gesetzt.
  2. Die PV-Anlage wird weiterhin den kompletten Strom in das öffentliche Netz einspeisen. (EEG 2021)
  3. Die PV-Anlage wird ebenfalls den kompletten Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Vermarktung über einen Direktvermarkter (technischer Aufwand notwendig)
  4. Die PV-Anlage wird auf Eigenverbrauch (ebenfalls technischer Aufwand notwendig) umgestellt.
  5. Die PV-Anlage wird auf Eigenverbrauch umgestellt und durch Nutzung eines Batteriespeichers optimiert.
  6. Sie kaufen eine neue PV-Anlage mit aktueller EEG-Einspeisevergütung

Die Anlage wird stillgelegt und technisch vom Netz getrennt. Es werden keine Mengen mehr erzeugt. Die stillgelegte Anlage müsste abgebaut und entsorgt werden.

Ein Entwurf für ein neues Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG 2021) wurde auf dem Weg gebracht. Darin wurde unter anderem beschrieben, dass der Strom aus Post-EEG Anlagen bis voraussichtlich Ende 2027 weiterhin über den Netzbetreiber (Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH) vermarktet werden kann. Sie als Anlagenbetreiber sollen dann einen Jahresmarktwert abzüglich der Vermarktungskosten erhalten, deren Höhe und Ermittlung aktuell aber noch nicht feststeht.

Wenn Sie Ihre sicherlich noch leistungsfähige PV-Anlage weiter betreiben wollen und somit den erzeugten Strom vollständig in das Netz des örtlichen Netzbetreibers einspeisen möchten, können Sie wie gewohnt eine Vergütung erhalten.

Ein technischer Umbau der Anlage ist notwendig. Der alte, analoge Zähler muss nach jetzigem Stand durch einen neuen, „schlauen” Zähler (intelligentes Mess-System) ersetzt werden, um den Einspeiseverlauf je Viertelstunde messen zu können. Dies ist notwendig, damit der Abnehmer Ihres PV-Stroms diesen auch verwerten kann. Der Direktvermarkter nimmt die komplette Erzeugungsmenge auf und vergütet diese zu einem vereinbarten Preis.

Es ist ein technischer Umbau an der Anlage notwendig. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass beide Zähler (Erzeugungs- und Bezugszähler) ausgetauscht werden müssen. Dies ist notwendig, um den Eigenverbrauch, die eingespeiste Restmenge und die Stromlieferung Ihres Energieversorgers getrennt ermitteln zu können.

Kann ich meinen erzeugten Strom auch selbst verbrauchen?

Sie können Ihren selbst erzeugten Strom in der Regel (zum Teil) selbst verbrauchen. Eigenverbrauch bedeutet, dass Teile des durch die PV-Anlage erzeugten Stroms, direkt vor Ort vom Anlagenbetreiber genutzt und nicht ins öffentliche Netz eingespeist werden. In der Regel sind Eigenverbrauchsanteile von bis zu 30 % (ohne Batteriespeicher) möglich.

Nach dem Motto „Verbrauchen, wenn die Sonne scheint“ ist dies durch eine Änderung Ihres Verbrauchsverhaltens möglich. Durch den zusätzlichen Einsatz eines Batteriespeichers sind in der Regel Eigenverbrauchsanteile von bis zu 60 % möglich.

Ja, es gibt noch die Möglichkeit, weiterhin von der EEG-Förderung zu profitieren, indem Sie Ihre alte Anlage gegen eine neue austauschen.

Weil Ihre PV-Anlage im Regelfall noch technisch leistungsfähig ist (und einen Wirkungsgrad bis zu 80 % erreicht). Damit können Sie als Prosumer zur Energiewende beitragen.

Sie sollten auf jeden Fall aktiv werden. Bitte melden Sie sich rechtzeitig bei uns. Kunden, deren Vergütung zum Jahresende ausläuft, raten wir, dies zeitnah zu tun. Bitte beachten Sie, dass im Vorfeld und vor allem rechtzeitig die technischen Voraussetzungen Ihrerseits zu schaffen sind.

Noch Fragen?

Falls Sie weitere Informationen benötigen oder noch unschlüssig sind, wie Sie vorgehen sollen,
steht Ihnen Hr. Klein-Übbing gerne beratend zur Seite.

Ihr Ansprechpartner

Marco Klein-Übbing