Netzanschluss zum Stromnetz

Sie möchten ein Haus bauen und benötigen einen Hausanschluss und am Besten schon während der Bauphase eine sichere Stromversorgung? Nachfolgend haben wir für Sie die hierfür relvanten Informationen inklusive der technischen Anschlussbedingungen zusammengefasst. Wenn Sie Errichter einer Erzeugungsanlage sind, finden SIe hier auch alle relevanten Informationen, Anträge und Formulare.

 

Hausanschluss

Hausanschluss

Bauen ist ein Abenteuer. Diesen Satz kann sicher jeder bestätigen, der schon mal gebaut hat. Das zukünftige Heim wird geplant, Pläne werden geändert, verworfen, neu erstellt ... Dann endlich ist der rote Punkt da und es geht los! Ach ja, man benötigt noch die Hausanschlüsse für Strom, Erdgas und Trinkwasser. Die bekommen Sie in Bocholt von der BEW. Am besten wenden Sie sich schon frühzeitig an uns, da von der Angebotserstellung über die -annahme bis hin zur Ausführung mit 5 - 6 Wochen zu rechnen ist. Bitte füllen Sie das Formular Angebotsanfrage für Hausanschlüsse aus und fügen Sie noch folgende Unterlagen bei:

  • einen amtlichen Lageplan im Maßstab 1 : 500,
  • eine Grundrisszeichnung mit Markierung des Anschlussortes,
  • einen Gebäudeschnitt,
  • eine Beschreibung der geplanten Trinkwasseranlage (sofern gewünscht) sowie
  • eine Kopie der Baugenehmigung.

Bitte beachten: Sind Sie Mieter oder Pächter? Dann muss der Grundstückseigentümer dem Netzanschluss zustimmen und auf dem Antragsformular unterschreiben.

Baustrom

Baustrom

Bereits in der Bauphase benötigen Sie bzw. Ihre Handwerker eine sichere Stromversorgung. Um einen Baustromanschluss zu erhalten, wenden Sie sich bitte rechtzeitig vor Baubeginn an einen Elektroinstallateur. Sobald der Anschlussschrank an das Stromverteilnetz angeschlossen und ein Zähler montiert ist, kann der Baustromanschluss von Ihrem Elektroinstallateur in Betrieb genommen werden. Für weitergehende Fragen wenden Sie sich bitte an einen der nebenstehenden Ansprechpartner.

Anschlussbedingungen Strom

Anschluss an das Niederspannungsnetz

Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss von Letztverbrauchern

Betreiber von Energieversorgungsnetzen für Gemeindegebiete, in denen sie Energieversorgungsnetze der allgemeinen Versorgung von Letztverbrauchern betreiben, haben gemäß § 18 EnWG allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss von Letztverbrauchern in Niederspannung oder Niederdruck und für die Anschlussnutzung durch Letztverbraucher zu veröffentlichen sowie zu diesen Bedingungen jedermann an ihr Energieversorgungsnetz anzuschließen und die Nutzung des Anschlusses zur Entnahme von Energie zu gestatten.

Der Anschluss an das Netz der BEW erfolgt diskriminierungsfrei nach den Bedingungen der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Für die Errichtung eines Hausanschlusses sind die folgenden Bedingungen zu beachten:

Technische Mindestanforderungen

Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen sind gemäß § 19 EnWG verpflichtet technische Mindestanforderungen für für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen, Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie, Elektrizitätsverteilernetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden, Verbindungsleitungen und Direktleitungen festzulegen und im Internet zu veröffentlichen.

Als Technische Mindestanforderungen im Netz der BEW gelten die Technischen Anschlussregeln (TAR) des FNN/VDE:

Anschluss an das Mittelspannungsnetz

Die Kabelanbindung an das Mittelspannungsnetz der BEW sowie die Auslegung der Schutztechnik haben unter Berücksichtigung der geltenden technischen Regeln, insbesondere dem VDE-Regelwerk zu erfolgen. Weiterhin sind zu berücksichtigen:

Erzeugungsanlagen

Antrag zum Netzanschluss einer Erzeugungsanlage

Sie möchten eine Erzeugungsanlage an unser Netz anschließen? Dann finden Sie hier grundlegende Informationen und sowie die Bedingungen zum Anschluss an das Netz der BEW. Um den geplanten Anschluss Ihrer Eigenerzeugungsanlage an das Verteilnetz zu prüfen (Netzverträglichkeitsprüfung), reichen Sie bitte je nach Anlagenart die nachfolgend aufgeführten Unterlagen ein.

Erforderliche Unterlagen je Anlagenart:

  • Den ausgefüllten Antrag zum Anschluss einer Photovoltaikanlage
  • Katasterplan mit Grundstücksgrenzen und Aufstellungsort der Erzeugungsanlage
  • Technisches Datenblatt und Konformitätserklärung der Erzeugungseinheit (vorläufige Angaben)
  • Katasterplan mit Grundstücksgrenzen und Aufstellungsort der Erzeugungsanlage
  • Technisches Datenblatt und Konformitätserklärung der Erzeugungseinheit (vorläufige Angaben)
  • Kopie des Antrags auf Zulassung einer KWK-Anlage zur Erlangung des erforderlichen BAFA-Testats
  • Inbetriebsetzungsantrag einer Gasanlage

Informationen und Anträge zur Stromvergütung für KWK-Anlagen erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Bitte nehmen Sie direkt Kontakt mit unseren Mitarbeitern auf.

Netzverträglichkeitsprüfung

Sind die oben angegebenen Unterlagen vollständig bei uns eingetroffen, prüfen wir die von Ihnen geplante Anlage auf ihre Netzverträglichkeit. Nach unserer netztechnischen Prüfung teilen wir Ihnen schriftlich mit, ob die erzeugte Leistung der Erzeugungsanlage über den vorhandenen Hausanschluss eingespeist werden kann (Einspeisezusage) oder ein anderer Netzverknüpfungspunkt zugewiesen werden muss.

Stromspeicher

Dem folgenden Dokument können Sie relevante Informationen zu EE-Stromspeichern entnehmen.

Technische Anschlussbedingungen

Niederspannungsnetz

Der Anschluss an das Niederspannungsnetz der BEW ist unter Berücksichtigung der geltenden technischen Regeln vorzunehmen, insbesondere sind hier zu berücksichtigen:

Mittelspannungsnetz

Die Kabelanbindung der Anlage an das Mittelspannungsnetz sowie die Auslegung der Schutztechnik hat unter Berücksichtigung der geltenden technischen Regeln, insbesondere dem VDE-Regelwerk zu erfolgen. Weiterhin sind zu berücksichtigen:

 

Einspeisemanagement

Gemäß § 9 des EEG sind bestimmte Erzeugungsanlagen mit einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung auszustatten. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen eine Übersicht der betroffenen Anlagen:

[PV] Photovoltaikanlage; [EA] Erzeugungsanlage inklusive KWK; [X] erforderlich; [X*] wahlweise; [-] nicht erforderlich;
Thema PV ≤ 30 kW PV > 30 kW PV ≤ 100 kW EA > 100 kW PV > 100 kW
Einrichtung zur ferngesteuerten Leistungsreduzierung erforderlich X* X X X X
Einrichtung zur Abrufung der Ist-Einspeisung - - - X X
Wirkleistungsbegrenzung auf 70 % X* - - - -

Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den Anlagenbetreiber. Kommt der Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nicht nach, so verringert sich nach §25 Abs. 2 EEG der Vergütungsanspruch auf den Monatsmarktwert, solange er dagegen verstößt.

Die technische Umsetzung der Leistungsreduzierung erfolgt bei Anlagen bis zu 100 kW mit einer sogenannten LTR-Box (Lichtleitertrennrelais). Bei Erzeugungsanlagen > 100 KW erfolgt das Einspeisemanagement mittels Fernwirktechnik einschließlich Abruf der Ist-Einspeisung.

Technische Anforderungen an das Einspeisemanagement

Inbetriebnahme

Die Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage nimmt der Anlagenerrichter vor und ist eine Woche im Voraus bei der BEW anzuzeigen. Über die Inbetriebnahme ist durch den Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll anzufertigen. Das ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll verbleibt beim Anlagenbetreiber und ist zum Nachweis der durchgeführten Prüfungen aufzubewahren. Der BEW ist eine Kopie auszuhändigen.

Bedingung für die Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage ist die schriftliche Einspeisezusage der BEW (Siehe Abschnitt "Netzverträglichkeitsprüfung). Weiterhin ist vom Anlagenbetreiber ein geeignetes Messkonzept festzulegen (siehe Standardmesskonzepte BEW).

Folgende Dokumente müssen vor der Inbetriebnahme vorliegen:

Ihre Ansprechpartner für den Netzanschluss

Volker Wussow

Frederik Papenkort