Erzeugungsanlage

Antrag zum Netzanschluss einer Erzeugungsanlage

Sie möchten eine Erzeugungsanlage an unser Netz anschließen. Grundlegende Informationen und Bedingungen zum Anschluss an das Netz der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH finden Sie nachfolgend:

Um den geplanten Anschluss Ihrer Eigenerzeugungsanlage an das Verteilnetz zu prüfen (Netzverträglichkeitsprüfung), reichen Sie bitte je nach Anlagenart die nachfolgend aufgeführten Unterlagen ein:

Erforderliche Unterlagen je Anlagenart:

Photovoltaikanlage KWK-Anlage Sonstige Anlage

Netzverträglichkeitsprüfung

Sind die oben angegebenen Unterlagen vollständig bei uns eingetroffen, prüfen wir die von Ihnen geplante Anlage auf ihre Netzverträglichkeit. Nach unserer netztechnischen Prüfung teilen wir Ihnen schriftlich mit, ob die erzeugte Leistung der Erzeugungsanlage über den vorhandenen Hausanschluss eingespeist werden kann (Einspeisezusage) oder ein anderer Netzverknüpfungspunkt zugewiesen werden muss. 

Stromspeicher

Dem folgenden Dokument können Sie relevante Informationen zu EE-Stromspeichern entnehmen.

  • EE-Stromspeicher (313 KB)

    EE-Stromspeicher: Registrierungspflichten, Amnestie, Förderung und Abgrenzung - Hinweis 2019/1 - 12. März 2019 Bundesnetzagentur

Technische Anschlussbedingungen

Niederspannungsnetz

Der Anschluss an das Niederspannungsnetz der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH ist unter Berücksichtigung der geltenden technischen Regeln vorzunehmen, insbesondere sind hier zu berücksichtigen:

Mittelspannungsnetz

Die Kabelanbindung der Anlage an das Mittelspannungsnetz sowie die Auslegung der Schutztechnik hat unter Berücksichtigung der geltenden technischen Regeln, insbesondere dem VDE-Regelwerk zu erfolgen. Weiterhin sind zu berücksichtigen:

Einspeisemanagement

Gemäß § 9 des EEG sind bestimmte Erzeugungsanlagen mit einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung auszustatten. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen eine Übersicht der betroffenen Anlagen:


PV
≤ 30 kW

PV
> 30 kW
≤ 100 kW
EA
> 100 kW
PV
> 100 kW

Einrichtung zur
ferngesteuerten
Leistungsreduzierung
erforderlich

X*XXXX
Einrichtung zur
Abrufung der
Ist-Einspeisung
---XX
Wirkleistungs-
begrenzung
auf 70 %
X*----

PV=Photovoltaikanlage, EA=Erzeugungsanlage inkl. KWK,
X=erforderlich, X*=wahlweise, -=nicht erforderlich

Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den Anlagenbetreiber. Kommt der Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nicht nach, so verringert sich nach §25 Abs. 2 EEG der Vergütungsanspruch auf den Monatsmarktwert, solange er dagegen verstößt.

Die Technische Umsetzung der Leistungsreduzierung erfolgt bei Anlagen bis zu 100 kW mit einer sogenannten LTR-Box (Lichtleitertrennrelais). Bei Erzeugungsanlagen > 100 KW erfolgt das Einspeisemanagement mittels Fernwirktechnik einschließlich Abruf der Ist-Einspeisung.

Technische Anforderungen an das Einspeisemanagement

Technische Anforderungen bei Anlagen ≤100 kW

Technische Anforderung bei Anlagen > 100 kW

Inbetriebnahme

Die Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage nimmt der Anlagenerrichter vor und ist eine Woche im voraus bei der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH (BEW)  anzuzeigen. Über die Inbetriebnahme ist durch den Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll anzufertigen. Das ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll verbleibt beim Anlagenbetreiber und ist zum Nachweis der durchgeführten Prüfungen aufzubewahren. Der BEW ist eine Kopie auszuhändigen.

Bedingung für die Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage ist die schriftliche Einspeisezusage der BEW (Siehe Abschnitt "Netzverträglichkeitsprüfung. Weiterhin ist vom Anlagenbetreiber ein geeignetes Messkonzept festzulegen (siehe Standardmesskonzepte BEW).

Folgende Dokumente müssen vor der Inbetriebnahme vorliegen:

Kundenportal & Bonuswelt
X