Unser Trinkwasser

Mehr Trinkwasser verkauft

2015 verkaufte die BEW 5,570 Mio. m³ Trinkwasser (2014: 5,496). Das waren 74.000 m³ bzw. 1,3 % mehr als im Vorjahr. Die BEW zählte rund 34.200 Wasserkunden. Das Wassernetz erreichte eine Länge von über 650 Kilometern. Das Unternehmen betreibt zwei Wasserwerke und die drei Wassergewinnungen Bocholt-Liedern, -Mussum und Isselburg-Schüttensteiner Wald.

Das natürliche Grundwasser – auch Rohwasser genannt – wird mit insgesamt 18 Vertikalfilterbrunnen gewonnen und anschließend zu Trinkwasser – auch Reinwasser genannt – auf-bereitet. Die BEW förderte 2015 rund 5,5 Mio. m³ Wasser. Weitere rund 0,3 Mio. m³ kamen aus einem benachbarten Wasserwerk. Wasserrechtlich bewilligt ist eine Fördermenge von 6,8 Mio. m³ pro Jahr.


Investition in neues Stauwehr und Wasserkleinkraftwerk

In der Nähe des Liederner Wasserwerks fließt die Bocholter Aa. Damit der Grundwasserspiegel für die Förderbrunnen hoch genug bleibt, übernimmt die BEW mit rund 2,5 Mio. Euro bzw. 57 % den größten Teil der Investitionskosten für das neue Stauwehr „Eisenhütte“. Bauherr ist die Stadt Bocholt. Das neue Wehr wurde nötig, weil das alte marode ist.

Das Wehr wird zusammen mit einem Wasserkleinkraftwerk errichtet, das gleichzeitig in Betrieb gehen soll. Dabei treibt eine Kaplanturbine den Generator an. Seine Leistung beträgt bis zu 100 kWel. Geplant ist eine Stromerzeugung von rund 400.000 kWh im Jahr. Eigentümer der Anlage sind je zur Hälfte die BEW und ein privater Wasserkraftexperte aus dem Sauerland.


Sehr niedriger Nitratwert

Die Qualität des Bocholter Trinkwassers ist sehr gut. Sie ist unter anderem auf die langjährige Kooperation zwischen Bocholter Landwirten und der BEW zurückzuführen. Sie besteht seit 1992, ihr gehören rund 90 Landwirte an. Da sie ihre Flächen in den Wasserschutzgebieten gewässerschonend bewirtschaften, liegt der im Bocholter Trinkwasser gemessene Nitratwert bei lediglich 10 Milligramm je Liter (mg/l) und damit weit unter dem erlaubten Grenzwert von 50 mg/l. Fazit: Aktive Landwirtschaft ist mit aktivem Wasserschutz vereinbar!


Wasserversorgung immer energieeffizienter

Die Wasserversorgung benötigt für gewöhnlich 90 % der eingesetzten Energie für den Betrieb der Pumpenanlagen. Ziel ist es daher, sie energieeffizienter zu machen. Das gilt auch für die BEW. Dafür hat sich das Unternehmen einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen. Durch entsprechende Investitionen senkte die BEW den Energieverbrauch innerhalb von nur drei Jahren um mehr als 10 %, und zwar von 0,48 kWh je m³ abgegebenen Wassers im Jahr 2013 auf nur noch 0,43 kWh im Jahr 2015. Auch das ist ein Beitrag zu aktivem Klimaschutz!


Kooperation mit Niederländern

Die Kooperation der BEW mit ihrem niederländischen Partner Vitens eignet sich als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Die BEW liefert pro Jahr rund 1,8 Mio. m³ Trinkwasser an die Vitens – den größten niederländischen Wasserversorger, der insgesamt rund 5,5 Mio. Menschen zu seinen Kunden zählt.


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