Unser Trinkwasser

Trinkwasserabsatz konstant / Wasserrecht verlängert

2016 verkaufte die BEW mit 5,578 Mio. m³ nur unwesentlich mehr Trinkwasser (8.000 m³ bzw. 0,1 %) als im Vorjahr (2015: 5,570). Das Unternehmen betreibt zwei Wasserwerke und die drei Wassergewinnungen Bocholt-Liedern, -Mussum und Isselburg-Schüttensteiner Wald. Das natürliche Grundwasser - auch Rohwasser genannt - wird mit insgesamt 18 Vertikalfilterbrunnen gewonnen und anschließend zu Trinkwasser - auch Reinwasser genannt - aufbereitet. Die BEW förderte 2016 rund 5,5 Mio. m³ Wasser. Weitere rund 0,3 Mio. m³ kamen aus einem benachbarten Wasserwerk. Wasserrechtlich bewilligt ist eine Fördermenge von 5,93 Mio. m³ pro Jahr. Bis 2046 darf die BEW in Liedern jährlich 4,9 Mio. m³ Grundwasser fördern. Dieses Wasserrecht hat die Bezirksregierung Münster dem Unternehmen 2016 für weitere 30 Jahre erteilt.


Sehr niedriger Nitratwert dank Kooperation mit Landwirten

Die EU-Kommission hat Deutschland im November 2016 wegen der zu hohen Nitratwerte im Grundwasser vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg verklagt. Als Hauptursache gilt ein übermäßiger Einsatz von Gülle und stickstoffhaltigem Dünger auf den Äckern. Insbesondere Nordrhein-Westfalen, und hier das Münsterland, gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Nitratbelastung. Dies geht aus einem Nitratbericht der Bundesregierung hervor. Die BEW hat das Problem zu hoher Nitratwerte nicht; die Qualität des Bocholter Trinkwassers ist vielmehr sehr gut! Sie ist unter anderem auf die langjährige Kooperation zwischen Bocholter Landwirten und der BEW zurückzuführen. Sie besteht seit 1992, ihr gehören rund 90 Landwirte an. Da sie ihre Flächen in den Wasserschutzgebieten gewässerschonend bewirtschaften, liegt der im Bocholter Trinkwasser gemessene Nitratwert bei lediglich 10 Milligramm je Liter (mg/l) und damit weit unter dem erlaubten Grenzwert von 50 mg/l. Fazit: Aktive Landwirtschaft ist mit aktivem Wasserschutz vereinbar!


Trinkwasser deutlich unter TFA-Vorsorgewerten

Die BEW hat ihr Trinkwasser 2016 auf den chemischen Stoff Trifluoracetat (TFA) untersuchen lassen. Dabei wurden lediglich 0,9 µg/l (1 µg = ein Mikrogramm = ein Millionstel Gramm) gefunden. Somit kann das von der BEW gelieferte Trinkwasser ohne Einschränkungen verwendet werden. TFA sind sehr gut wasserlösliche, mobile und stabile Salze der Trifluoressigsäure und können bei der Trinkwasseraufbereitung nicht entfernt werden. Das Umweltbundesamt hat einen gesundheitlichen Orientierungswert von 3 µg/l festgelegt. Erste Vorsorgemaßnahmen müssen erst bei einer TFA-Konzentration von 10 µg/l erfolgen.


Außerordentlich effiziente Wasserversorgung

Der Unternehmensbereich Trinkwasser hat ein deutlich unterdurchschnittliches Gesamtkostenniveau. Das liegt an den geringen laufenden Kosten. Das stellten namhafte Kölner Wirtschaftsprüfer bei einem Benchmarking fest. So konnte die BEW zum Beispiel ihren spezifischen Energieverbrauch nicht nur 2015, sondern auch 2016 weiter senken, und zwar im Vergleich zum Basisjahr 2013 um 13 %. Konkret heißt das: Um 2016 die gleiche Menge Trinkwasser wie 2013 zu produzieren, benötigte das Unternehmen rund 350.000 Kilowattstunden weniger Energie.



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