Unser Strom

Über 80 % der Haushalte haben WattExtra

2016 sank der Stromabsatz der BEW leicht um 3,7 GWh bzw. 0,9 % auf 383,7 GWh (2015: 387,4). Insgesamt zählte das Unternehmen über 39.000 Stromkunden, davon weit mehr als 300 Sonder- sowie über 38.000 Privat- und Gewerbekunden. Von den letztgenannten Kunden hatten sich bis Ende 2016 rund 30.500 bzw. annähernd 80 % für ein WattExtra- oder sonstiges Individualangebot entschieden. Aufgrund der attraktiven WattExtra-Angebote ist der Anteil der Wechsler an der Gesamtzahl der Privat- und Gewerbekunden im BEW-Versorgungsgebiet nach wie vor sehr gering: Er lag 2016 bei 8,9 %. Bundesweit lag die kumulierte Wechselquote für Haushaltskunden bei 42,0 % (Quelle: BDEW, Stand 19.12.2016). Der durchschnittliche Stromverbrauch je Haushalt war mit 2.850 kWh merklich geringer als im Vorjahr (2.991).


WattExtra-Strom aus Wasserkraft

Bereits weit vor dem katastrophalen Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März 2011 bot die BEW ihren Privat- und Gewerbekunden WattExtra-Strom aus Wasserkraft an. Die grüne Energie ist eine der Antworten des Unternehmens auf die Energiewende, denn bei ihr handelt es sich zu 100 % um atom- und CO2-freien Strom, der in österreichischen und schweizerischen Wasserkraftwerken erzeugt wird. Stromerzeugung aus Wasserkraft ist die effizienteste Energieumwandlung. Sie hat einen Wirkungsgrad von über 90 %. Zudem besitzt die bezogene Energie aus den beiden Alpenländern das Ökostromzertifikat des TÜV SÜD für saubere und umweltverträgliche Stromerzeugung. Bilanziell erhielten 2016 alle Privat- und Gewerbekunden im Versorgungsgebiet der BEW diesen Strom. Insgesamt bezog das Unternehmen 131,4 GWh.


LEDs sorgen für effizientere Straßenbeleuchtung

Von den etwa 10.000 öffentlichen Lichtpunkten in Bocholt waren zum Ende des Jahres 2016 über 600 mit LED-Beleuchtung ausgestattet. 700 sollen bis zum Frühjahr 2017 dazukommen. Dafür sorgt unter anderem die finanzielle Förderzusage des Bundesumweltministeriums. Die BEW erhielt sie im Herbst. Das Ministerium fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative solche Projekte, die dazu beitragen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Für Kommunen und kommunale Unternehmen ist das zum Beispiel die Sanierung der Straßenbeleuchtung. Während die herkömmlichen Gasentladungslampen in alle Richtungen leuchten, sparen LED-Leuchten nicht nur Energie, sondern haben auch kaum Streuverluste, weil sie punktgenau strahlen. Außerdem lassen sie sich beliebig oft hoch- und runterdimmen, ohne dass sich das auf das Leuchtmittel ungünstig auswirkt. Durch die neue LED-Beleuchtung in Bocholt wird der CO2-Ausstoß erheblich verringert, und zwar um zirka 104 Tonnen im Jahr, wie das Bundesumweltministerium ermittelte. Das liegt vor allem an der zukünftigen Stromersparnis von rund 180.000 kWh im Jahr. Die Projektkosten liegen bei etwas über 350.000 Euro. Davon übernimmt der Bund annähernd 50.000 Euro.