Unser Strom

Über 80 % der Haushalte haben WattExtra

2015 sank der Stromabsatz der BEW insbesondere aufgrund von Unternehmensinsolvenzen und des Wegfalls eines sehr großen, weltweit tätigen Sonderkunden um 107,7 GWh bzw. 21,8 % auf 387,4 GWh (2014: 495,1). Insgesamt zählte das Unternehmen über 38.500 Stromkunden, davon weit mehr als 300 Sonder- sowie über 38.000 Privat- und Gewerbekunden. Von den letztgenannten Kunden hatten sich bis Ende 2015 mehr als 31.700 bzw. über 80 % für ein WattExtra- oder sonstiges Individualangebot entschieden. Aufgrund der attraktiven WattExtra-Angebote ist der Anteil der Wechsler an der Gesamtzahl der Haushaltskunden im BEW-Versorgungsgebiet nach wie vor sehr gering: Er lag 2015 bei 7,5 %. Bundesweit lag die kumulierte Wechselquote bei 39,5 % (Quelle: Statista, Stand 10.2015). Der durchschnittliche Stromverbrauch je Haushalt war mit 2.991 kWh geringfügig höher als im Vorjahr.


WattExtra-Strom aus Wasserkraft

Bereits weit vor dem katastrophalen Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März 2011 bot die BEW ihren Privat- und Gewerbekunden WattExtra-Strom aus Wasserkraft an. Die grüne Energie ist eine der Antworten des Unternehmens auf die Energiewende, denn bei ihr handelt es sich zu 100 % um atom- und CO2-freien Strom, der in österreichischen und schweizerischen Wasserkraftwerken erzeugt wird.

Stromerzeugung aus Wasserkraft ist die effizienteste Energieumwandlung. Sie hat einen Wirkungsgrad von über 90 %. Zudem besitzt die bezogene Energie aus den beiden Alpenländern das Ökostromzertifikat des TÜV SÜD für saubere und umweltverträgliche Stromerzeugung. Bilanziell erhielten 2015 alle Privat- und Gewerbekunden im Versorgungsgebiet der BEW diesen Strom. Insgesamt bezog das Unternehmen 131,0 GWh.


Neue Hochspannungsverbindung zwischen Bocholt und Industriepark

Im zweiten Halbjahr 2015 verlegte die BEW in ihrem Hochspannungsnetz eine zweite, rund dreieinhalb Kilometer lange 110-Kilovolt(kV)-Kabelverbindung zwischen der Umspannanlage an der Dingdener Straße und der im Industriepark an der Mussumer Ringstraße. Endgültig in Betrieb ging sie Anfang des zweiten Quartals 2016. Die 110-kV-Kabelverbindung besteht wie die erste aus dem Jahr 2001 aus drei einpoligen Kabeln, so genannten Einleiterkabeln. Sie wurden in sicherer Tiefe von 1,20 bis 1,40 Meter in jeweils eigenen Schutzrohren im Erdreich verlegt. Die Investitionskosten betrugen rund 2,0 Mio. Euro.

Die zusätzliche Verbindung hat für die BEW gleich drei Vorteile: Sie erhöht die Betriebssicherheit der Umspannanlage im Industriepark. Des Weiteren dient sie dazu, die vor allem in den westlichen Ortsteilen Bocholts regenerativ erzeugten Strommengen aus Windenergie direkt in das Hochspannungsnetz einzuspeisen.

Darüber hinaus kommt sie dem Ziel der BEW entgegen, dass 25-kV-Mittelspannungsnetz konsequent zurückzubauen. Bei ihm handelt es sich überwiegend um ein Freileitungsnetz. Solche Netze sind störanfällig, weil sie extremen Witterungsereignissen, wie zum Beispiel der Schneekatastrophe Ende November 2005, und Blitzschlägen schutzlos ausgesetzt sind.