Wird Pflicht: Smart Meter

Dr. Pierre Selmke, Abteilungsleiter Messstellenbetrieb / Smart Metering

Der Einbau von fernauslesbaren Smart Metern soll ab diesem Jahr verpflichtend sein, so sieht es der Gesetzgeber im Messstellenbetriebsgesetz vor. 2017 fangen, soweit die Technik verfügbar ist, damit zunächst Verbraucher mit mehr als 10.000 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch (Durchschnittswert der letzten drei Jahresverbrauchswerte) sowie Erzeugungsanlagenbetreiber größer 7 und kleiner 100 Kilowatt an. Ab 2020 müssen die intelligenten Messsysteme dann schrittweise bei Verbrauchern zwischen 6.000 und 10.000 kWh Jahresverbrauch eingebaut werden.

Doch bis jetzt konnte die BEW die gesetzlichen Vorgaben noch nicht umsetzen. Die Gründe dafür weiß Dr. Pierre Selmke, Abteilungsleiter und Spezialist in Sachen Messstellentechnik bei der BEW: „Der Gesetzgeber hat verfügt, dass die Smart Meter erst eingebaut werden sollen, wenn die technischen Möglichkeiten des Einbaus gegeben sind. Und das ist erst der Fall, wenn mindestens drei datensichere Smart-Meter-Systeme von drei unabhängigen Unternehmen angeboten werden, die den gesetzlichen Anforderungen genügen. Solange diese noch nicht feststehen, können wir die Regelung auch nicht umsetzen.“

Dr. Pierre Selmke erwartet frühestens ab Oktober dieses Jahres eine Entscheidung der zuständigen Behörde, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Erst dann kann die BEW die Kunden, auf die die Regelung als Erstes zutrifft, informieren. Diese Informationspflicht muss drei Monate vor Einbau erfolgen.